Freiluftsaison

Arbeiten kann man bekanntlich überall. Der Broterwerb erfolgt in der Regel aber dann doch an einer festen Arbeitsstätte. Und auch wenn die zunehmende digitale Vernetzung die technischen Möglichkeiten für flexiblere Konzepte wie Homeoffice oder ortsunabhängige Weiterbildung stark vermehrt hat, gibt es doch noch einige zumeist arbeitsorganisatorische Hürden zu überwinden.

Einen weiteren Anreiz sich diesen zu stellen und damit Gute Arbeit zu fördern, setzt jetzt das Land Brandenburg. Zugegeben, das Motiv für die Installation von 1200 kostenfrei nutzbare W-LAN Hotspots mag etwas anders gelagert gewesen sein, aber die Vorstellung beim nächsten Hitzerekord die Mails im Schatten der F60 und mit den Füßen im Bergheider See zu bearbeiten hat ihren Reiz, oder?

Natürlich kann dann immer noch eine Schippe drauf gesetzt werden:

Geschichte(n) unterm Weihnachstbaum

Es war einmal… in einer nicht allzu fern gelegenen Region, deren wirtschaftliche Prosperität seit langem erheblich vom Bergbau abhängig war. Die mit übermenschlichen Kräften dem Berg entrissenen Rohstoffe fanden seit geraumer Zeit kaum mehr Abnehmer und durch das wachsende Umweltbewusstsein der Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landstrichs geriet der ehemals boomende Wirtschaftszweig auch gesellschaftspolitisch unter Druck. Lauter und drängender wurden die Fragen bezüglich der ökonomischen Zukunft der Menschen und der Renaturierung der Landschaft um sie herum. Gleichzeitig war allerorten von den sagenhaften Möglichkeiten neuer Technologien zu hören, deren Segnungen aber nur um den Preis größter Anpassungs- und Lernbereitschaft zu haben waren…

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Auf die (künstlichen) Finger geschaut

Eine kürzlich von der Wirtschaftsförderung Brandenburg veröffentlichte Studie widmet sich branchenübergreifend jenen Entwicklungen, die gerne mit den Schlagwörtern Industrie 4.0 oder Digitalisierung zusammengefasst werden. Auch wenn die Untersuchung nicht als repräsentativ, sondern vielmehr als Ist-Stand-Analyse ausgewählter Brandenburger Unternehmen zu verstehen ist, können die Ergebnisse aus immerhin 84 Beispielen durchaus als Untermauerung so mancher (auch) unserer Eindrücke der aktuellen Situation angesehen werden:

  1. Die Verknüpfung verschiedener Teilprozesse mit Hilfe digitaler Technik eröffnet neue Möglichkeiten der Produktion.
  2. In den meisten Betrieben handelt es sich nicht um ein vorrangig technisches Problem, sondern es geht vor allem um Fragen der Arbeitsorganisation und der (Weiter-) Entwicklung von menschlichen Kompetenzen.
  3. Wissen über den beschränkten eigenen Arbeitsbereich hinaus und besonders die Fähigkeiten, über diesen hinaus zu kommunizieren, sind Schlüsselqualifikationen.
  4. Flachere Hierarchien im Sinne von mehr Mitsprache aber auch höherer Verantwortung der Mitarbeiter*innen sind Voraussetzungen der nötigen Entwicklungsschritte.
  5. In vielen Lebens- und Arbeitsbereichen kommt digitale Technik nicht erst seit gestern zum Einsatz:

In aller Munde…

…so könnte man meinen, sind die persönlichen Daten von jedem von uns. Zumindest beschäftigt das Thema derzeit diejenigen, die ihre persönlichen Kontakte gern über (digitale) Soziale Netzwerke pflegen.

Die Gefahr, die Kraken für den Menschen darstellen, wurde auch schon mal überschätzt.

Reger diskutiert wird neuerdings auch, wie der Umgang mit personenbezogenen Daten – egal ob von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern oder sonst einem menschlichen Wesen – in den Unternehmen Brandenburgs zu geschehen hat. Denn am 25.05.2018 ist es soweit, die EU – Datenschutzgrundverordnung tritt in Kraft.

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In Serie

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang fand die Reihe der Brandenburgischen Betriebsrätekonferenzen ihre Fortsetzung. Bereits zum siebenten Mal trafen sich Landesregierung, Gewerkschaftsspitzen und Mitglieder der Belegschaftsvertretungen zu einem direkten Austausch. Dabei gehörte das Konzept der Guten Arbeit, als maßgebliches Element der Bemühungen, dem steigenden Innovationsdruck und der angespannten Fachkräftesituation angemessen zu begegnen, zu den zentralen Themen des Tages.
Und wo immer es gilt, eine moderne Arbeitsorganisation und Mitbestimmungsmöglichkeiten für Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil sowohl auf dem heimischen Arbeits – als auch auf dem Weltmarkt zu etablieren, sind auch die AutorInnen der Früchte der Arbeit nicht weit.

Abbildungen

Um Entwicklung abzubilden, zu verstetigen und sinnvoll weiterzuführen bedarf es oft richtungsgebender Strukturen. Orientierungshilfe für Projekte im Rahmen der Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie liefert der regelmäßige Erfahrungsaustausch zwischen den Projektträgern, dem MASGF, der ILB, dem DGB und der UVB. So traf man sich am Freitag dem 13. Oktober bei schönstem Frühsommerwetter am idyllischen Seddiner See. Fazit: Fortschritt auf allen Ebenen.

Ein Bild von möglichen Fortschritten ganz anderer Art entwirft eine siebenteilige Doku – Reihe  mit dem vielsagenden Titel homodigitalis, die zudem noch ganz interessante Rückschlüsse auf die Gegenwart zulässt.