Nicht für die Schule…

für das (Arbeits)Leben lernen wir. Deshalb haben das Wissen um „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ sowie vier digitale Zusatzqualifikationen Eingang in die neuen Ausbildungsverordnungen für industrielle Metall- und Elektroberufe gefunden. Informationen, anschauliche Beispiele und Tipps zur praktischen Durchführung finden sich in den vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bereitgestellten Umsetzungshilfen. Die sind übrigens auch dann interessant, wenn der eigene Betrieb (noch) nicht aus– aber fleißig weiterbildet, zeigen sie doch  mögliche Entwicklungspfade auf. Den richtigen Weg, um das alles in einen produktiven Arbeitsalltag zu integrieren, könnte dann wieder unser Projekt weisen…

 

 

Auf die (künstlichen) Finger geschaut

Eine kürzlich von der Wirtschaftsförderung Brandenburg veröffentlichte Studie widmet sich branchenübergreifend jenen Entwicklungen, die gerne mit den Schlagwörtern Industrie 4.0 oder Digitalisierung zusammengefasst werden. Auch wenn die Untersuchung nicht als repräsentativ, sondern vielmehr als Ist-Stand-Analyse ausgewählter Brandenburger Unternehmen zu verstehen ist, können die Ergebnisse aus immerhin 84 Beispielen durchaus als Untermauerung so mancher (auch) unserer Eindrücke der aktuellen Situation angesehen werden:

  1. Die Verknüpfung verschiedener Teilprozesse mit Hilfe digitaler Technik eröffnet neue Möglichkeiten der Produktion.
  2. In den meisten Betrieben handelt es sich nicht um ein vorrangig technisches Problem, sondern es geht vor allem um Fragen der Arbeitsorganisation und der (Weiter-) Entwicklung von menschlichen Kompetenzen.
  3. Wissen über den beschränkten eigenen Arbeitsbereich hinaus und besonders die Fähigkeiten, über diesen hinaus zu kommunizieren, sind Schlüsselqualifikationen.
  4. Flachere Hierarchien im Sinne von mehr Mitsprache aber auch höherer Verantwortung der Mitarbeiter*innen sind Voraussetzungen der nötigen Entwicklungsschritte.
  5. In vielen Lebens- und Arbeitsbereichen kommt digitale Technik nicht erst seit gestern zum Einsatz:

In aller Munde…

…so könnte man meinen, sind die persönlichen Daten von jedem von uns. Zumindest beschäftigt das Thema derzeit diejenigen, die ihre persönlichen Kontakte gern über Soziale Netzwerke pflegen.

Die Gefahr, die Kraken für den Menschen darstellen, wurde auch schon mal überschätzt.

Reger diskutiert wird neuerdings auch, wie der Umgang mit personenbezogenen Daten – egal ob von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern oder sonst einem menschlichen Wesen – in den Unternehmen Brandenburgs zu geschehen hat. Denn am 25.05.2018 ist es soweit, die EU – Datenschutzgrundverordnung tritt in Kraft.

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Mein Freund ist ein Roboter

Sie beflügeln schon lange die Fantasie der Menschen. Sie sind Schreckgespenst und Hoffnungsträger. Sie bevölkern Bücher, Filme und TheaterstückeSie breiten sich kontinuierlich aus. Sie eroberten erst die Industrie, versuchten sich dann als Haustiere, bringen nun die Post, werden zu Göttern in Weiß, pflegen Alte und Kranke, führen durch Labyrinthe, dienen als Spielzeug und sind auch längst im Sport zu finden. In Dresden, das zugegebenermaßen nicht direkt zu unserem Einzugsgebiet gehört, machen sie jetzt auch noch Musik:

Frohes neues Jahr! – Frohe neue Arbeitswelt?

Das Jahr beginnt für alle ein wenig holprig, die sich vom Einsatz digitaler Technik per se positive Effekte auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen versprechen. Denn eine Sicherheitslücke im Herzen bzw. Hirn eines Großteils der im Einsatz befindlichen digitalen Endgeräte lässt die Risiken ihrer Verwendung (mal wieder) deutlich in Erscheinung treten. Allen, die trotzdem davon überzeugt sind, dass es weder wünschenswert noch möglich ist, das Rad der technischen Entwicklung zurückzudrehen, sollte dadurch aber lediglich (mal wieder) vor Augen geführt sein, dass intensiv an den organisatorischen Voraussetzungen eines nachhaltigen digitalen Wandels gearbeitet werden muss. Weitreichender Datenschutz, kontinuierliche Weiterbildung auch im Umgang mit moderner Rechentechnik sowie eine zeitgemäße Berufsausbildung sind der Preis, der entrichtet werden muss, um jene Werkzeuge sicher und vollumfänglich zu nutzen, die – neben direkten Produktivitätsgewinnen – vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze im ländlichen Brandenburg eröffnen.

Zeichnung Industrie 4.0
Gelungene Transformation (c) Katrin Jäser

Für die Umwelt!

Rechnergestützte Produktionsmethoden und zeitgemäße Arbeits-bedingungen sollen helfen Ressourcen zu schonen bzw. die Natur zu bewahren. Gleichzeitig werden bei der Herstellung des digitalen Handwerkzeugs alles andere als soziale und ökologische Bestnoten erreicht. Seit Anfang des Jahres arbeitet man ganz in der Nähe, genauer gesagt bei einem Anlagenbauer in Lübbenau, daran die Herstellung elektronischer Bauelemente umweltverträglicher zu gestalten.

Ein Stück Natur bei Lübbenau