Freiluftsaison

Arbeiten kann man bekanntlich überall. Der Broterwerb erfolgt in der Regel aber dann doch an einer festen Arbeitsstätte. Und auch wenn die zunehmende digitale Vernetzung die technischen Möglichkeiten für flexiblere Konzepte wie Homeoffice oder ortsunabhängige Weiterbildung stark vermehrt hat, gibt es doch noch einige zumeist arbeitsorganisatorische Hürden zu überwinden.

Einen weiteren Anreiz sich diesen zu stellen und damit Gute Arbeit zu fördern, setzt jetzt das Land Brandenburg. Zugegeben, das Motiv für die Installation von 1200 kostenfrei nutzbare W-LAN Hotspots mag etwas anders gelagert gewesen sein, aber die Vorstellung beim nächsten Hitzerekord die Mails im Schatten der F60 und mit den Füßen im Bergheider See zu bearbeiten hat ihren Reiz, oder?

Natürlich kann dann immer noch eine Schippe drauf gesetzt werden:

Warum eigentlich nicht?

Es gibt Neuigkeiten, bei denen einem sofort der Gedanke durch den Kopf schießt: Warum ist mir das nicht eingefallen? Andererseits hört man oft genug von Dingen, denen man ihren Erfolg kaum zugetraut hätte. Liest man dann so etwas, um anschließend hier zu landen, lautete die Frage allerdings nur noch: Warum ist es eigentlich nicht selbstverständlich, dass jeder/jede/jedes seine Stärken in die Betriebe des Landes einbringen kann? Arbeit gibt’s ja wohl genug! Sollten in dem einen oder anderen Unternehmen dafür noch irgendwie geartete Barrieren überwunden werden müssen, lässt sich darüber problemlos reden.

Nicht für die Schule…

für das (Arbeits)Leben lernen wir. Deshalb haben das Wissen um „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ sowie vier digitale Zusatzqualifikationen Eingang in die neuen Ausbildungsverordnungen für industrielle Metall- und Elektroberufe gefunden. Informationen, anschauliche Beispiele und Tipps zur praktischen Durchführung finden sich in den vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bereitgestellten Umsetzungshilfen. Die sind übrigens auch dann interessant, wenn der eigene Betrieb (noch) nicht aus– aber fleißig weiterbildet, zeigen sie doch  mögliche Entwicklungspfade auf. Den richtigen Weg, um das alles in einen produktiven Arbeitsalltag zu integrieren, könnte dann wieder unser Projekt weisen…

 

 

In Serie

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang fand die Reihe der Brandenburgischen Betriebsrätekonferenzen ihre Fortsetzung. Bereits zum siebenten Mal trafen sich Landesregierung, Gewerkschaftsspitzen und Mitglieder der Belegschaftsvertretungen zu einem direkten Austausch. Dabei gehörte das Konzept der Guten Arbeit, als maßgebliches Element der Bemühungen, dem steigenden Innovationsdruck und der angespannten Fachkräftesituation angemessen zu begegnen, zu den zentralen Themen des Tages.
Und wo immer es gilt, eine moderne Arbeitsorganisation und Mitbestimmungsmöglichkeiten für Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil sowohl auf dem heimischen Arbeits – als auch auf dem Weltmarkt zu etablieren, sind auch die AutorInnen der Früchte der Arbeit nicht weit.

Frohes neues Jahr! – Frohe neue Arbeitswelt?

Das Jahr beginnt für alle ein wenig holprig, die sich vom Einsatz digitaler Technik per se positive Effekte auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen versprechen. Denn eine Sicherheitslücke im Herzen bzw. Hirn eines Großteils der im Einsatz befindlichen digitalen Endgeräte lässt die Risiken ihrer Verwendung (mal wieder) deutlich in Erscheinung treten. Allen, die trotzdem davon überzeugt sind, dass es weder wünschenswert noch möglich ist, das Rad der technischen Entwicklung zurückzudrehen, sollte dadurch aber lediglich (mal wieder) vor Augen geführt sein, dass intensiv an den organisatorischen Voraussetzungen eines nachhaltigen digitalen Wandels gearbeitet werden muss. Weitreichender Datenschutz, kontinuierliche Weiterbildung auch im Umgang mit moderner Rechentechnik sowie eine zeitgemäße Berufsausbildung sind der Preis, der entrichtet werden muss, um jene Werkzeuge sicher und vollumfänglich zu nutzen, die – neben direkten Produktivitätsgewinnen – vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze im ländlichen Brandenburg eröffnen.

Zeichnung Industrie 4.0
Gelungene Transformation (c) Katrin Jäser

Teamleistung oder Schöne Feiertage

In diesem Jahr könnten die anstehenden Feierlichkeiten für manchen in der Region etwas üppiger ausfallen, als es in der Vergangenheit möglich war. Zumindest weisen die historisch niedrigen Arbeitslosenzahlen auf regelmäßige Gehaltseingänge auf eine größere Anzahl von Konten hin. Auch die Metall- und Elektroindustrie der Region saugt Arbeitskräfte regelrecht auf, was Engpässe erwartbar werden lässt.

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